Violine

Cosimo Stawiarski, geboren 1974 in Italien, studierte Barockvioline bei Chiara Banchini an der Schola Cantorum Basiliensis und bei Lucy van Dael am Conservatorium van Amsterdam sowie Musikwissenschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seinen Arbeitsschwerpunkt  bildet die Erforschung und Aufführung Nord- und Mitteldeutscher Musik des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts.


Cosimo Stawiarski ist festes Mitglied des Ensembles Les Cornets Noirs und wirkt regelmäßig solistisch in verschiedenen anderen Alte-Musik-Formationen mit, wie z. B. Akadêmia, Cantus Coelln, Balthasar-Neumann-Ensemble, Orlando di Lasso Consort, Holland Baroque, Collegium 1704. Er arbeitete mit namhaften Dirigenten zusammen, wie Jordi Savall, Ton Koopman, Pablo Heras-Casado, Anthony Rooley, Hermann Max, Frieder Bernius und vielen anderen, dokumentiert auf zahlreichen CDs (Labels: Harmonia Mundi France, Deutsche Harmonia Mundi, Audite, Raumklang, ZigZag, K617, ORF Alte Musik). Seine Konzerttätigkeit führte ihn in nahezu alle europäischen Länder, in die USA, die meisten Länder Südamerikas sowie einige Länder Asiens.

 

 Foto: Jochen Klenk (www.klenkjo.de)

Von 2013 bis 2015 unterrichtete Cosimo Stawiarski Barockvioline und Musikgeschichte an der Universidad Central in Bogotá.

Neben seiner musikpraktischen Tätigkeit ist Cosimo Stawiarski auch als Herausgeber tätig. In seinem 2003 gegründeten Musikverlag Edition Musica Poetica (www.musica-poetica.de) veröffentlicht er vornehmlich unbekanntere Werke der Frühen Neuzeit und macht sie auf diese Weise oft erstmals wieder für die Musikpraxis zugänglich; so war der Verlag beispielsweise maßgeblich an der Wiederentdeckung des Englischen Komponisten William Hayes (1708–1777) beteiligt. Gegenwärtig liegt der editorische Fokus auf dem fast unerschöpflichen Repertoire protestantischer Kirchenmusik Nord- und Mitteldeutschlands aus dem Zeitraum zwischen 1650 und 1750.